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Der alte Commodore. 15
einen Gedanken von derjenigen Körperbekleidung zu
tragen, durch welche einem Gentleman Knuieſchnallen nöthig gemacht werden dürften.«
» Und iſt man der Meinung, daß ſolches Recht ein gutes Recht ſei?«
»Sonder allen Zweifel iſt es das, Sire. Ihre Ma⸗
5 jeſtät und Höchſtdero königliche Ahnen haben ſeit dreien
Jahrhunderten jährlich vierzig Schillinge gezahlt, da⸗ mit ſothanes Recht nicht in Ausübung gebracht würde; und es ſteht in der Wahl des Sir Octavius, ob er in dieſem Jahre die vierzig Schillinge nehmen, oder ob, wenn Ihre Majeſtät zu Tafel ſitzen, er, um Allerhöchſt⸗ dero Brot zu eſſen und Allerhöchſtdero Wein zu trin⸗ ken, von der Hüfte abwärts ſo nackt wie eine Seejung. fer zu Hofe kommen will.«
„Potz Fiſchchen! das könnte der alte Commodore? Wir wollen ein Wörtchen mit Mylord Staatskanzler reden.«
»Wird ſonder Nutzen ſein, Majeſtaͤt. Das Recht des Baronets ſteht auf feſterer Grundlage als das Lan⸗ desgeſetz.⸗
„Durch einen Befehl des Staatsrathes wollen wir's dennoch über den Haufen werfen.«
»Mit aller Submiſſion, Sire, muß ich bemerken, daß beſagtes Recht einen Fundamentaltheil der Konſti⸗ tution ausmacht.« 4
»Wir wollen dieß Recht kraft unſers königlichen Prärogativs unterdrücken,« ſagte der König und ſah dabei glorreich aus.
»Allerſubmiſſeſt zu bemerken, Ihre Majeſtät wolle huldreichſt bedenken, wie Sie dann ebenſowohl daran denken könnten, die Thronfolge aufzuheben oder zu un⸗ terdrücken,« verſetzte der Verfechter des Alterthümlichen.
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