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Lebens darum geben mögen, zu hören, was Katharina ihm ſagen, und was er erwiedern würde auf die über⸗ raſchende Botſchaft; ein Jahr ihres Lebens, um ſein Efcen, ſein Erſtaunen und ſeine Freude ſehen zu önnen.
Er war ſo ſchön, wenn er lächelte, ſo bezaubernd, wenn ſeine Augen flammten in Liebe und Luſt.
Eliſabeth war ein junges, ungeſtümes Kind. Sie hatte ein Gefühl, als müſſee ſie erſticken in der Qual der Erwartung, ihr Herz klopfte auf ihren Lippen, ihr Athem ſtockte in ihrer Bruſt. Sie war ſo unge⸗ duldig auf das Glück.
Wenn er nicht bald kommt, ſterbe ich, murmelte ſie. Oh, wenn ich ihn nur wenigſtens ſehen könnte, oder nur hören!— Plötzlich ſtockte ſie, ihre Augen blitzten höher auf, und ein bezauberndes Lächeln flog durch ihre Züge. Ja, ſagte ſie, ich will ihn ſehen und ich will ihn hören. Ich kann es, und ich will es! Ich habe den Schlüſſel, welchen mir die Königin gegeben, und der dieſe Thür öffnet, welche meine Zimmer von den ihrigen trennt. Mit dieſem Schlüſſel gelange ich in ihr Schlafzimmer, und neben dem Schlafzimmer befindet ſich ihr Bondoir, in welchem ſie ohne Zweifel den Grafen empfangen wird. Ich werde ganz leiſe eintreten und, mich henter der Por⸗ tieère, welche das Schlafzimmer von dem Bondoir trennt, verbergend, werde ich ihn ſehen und Alles
hören können, was er ſpricht!
Sie lachte laut und fröhlich auf, wie ein Kind, und ſprang zu dem Schlüſſel hin, der auf ihrem Schreibtiſch lag. Wie eine Siegestrophäe ſchwang ſie ihn hoch empor in ihrer Hand und rief: ich werde ihn ehen!. 3


