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Und während Katharina ſo furchtbar litt, jauchzte Eliſabeth vor Wonne und Entzücken, denn endlich jetzt ſtand ſie am Ziel ihrer Wünſche, und heute noch ſollte ſie ihres Geliebten Braut werden. Oh mein Gott, wie langſam und träge dieſe Minuten dahin krochen, wie viel Ewigkeiten ſie noch zu durchharren hatte, bevor er kommen würde, er, ihr Geliebter und bald ihr Gemahl!
Ob er ſchon bei der Königin war? Ob ſie ihn ſchon erwarten durfte? Sie ſtand wie gebannt am Fenſter und blickte hinüber nach dem Hofe. Dort drüben durch jenes große Portal mußte er kommen, dort durch jene Thür mußte er gehen, um in die Ge⸗ mächer der Königin zu gelangen.
Sie ſtieß einen Schrei aus, und eine glühende Röthe überflog ihr Angeſicht,— dort, dort war er. Dort hielt ſeine Equipage, ſeine goldbetreßten Lakaien öffneten den Schlag und er ſtieg aus. Wie ſchön er war und wie prächtig anzuſchauen! Wie edel und ſtolz ſeine hohe Geſtalt, wie regelmäßig ſchön ſein friſches, jugendliches Angeſicht! Wie keck das über⸗ müthige Lächeln ſeines Mundes, und wie ſeine Augen flammten und blitzten und leuchteten in Uebermuth und Jugendluſt! Einen Moment flogen ſeine Blicke zu Eliſabeths Fenſtern empor. Er grüßte ſie, dann trat er in die Thür, welche zu dem von der Königin bewohnten Flügel des Schloſſes von Whitehall führte. Eliſabeth's Herz klopfte ſo heftig, daß ſie ſich faſt er⸗ ſticken fühlte. Jetzt mußte er die große Treppe er⸗ reicht haben, jetzt war er oben, jetzt betrat er die Zimmer der Königin, durchſchritt er das erſte, das zweite, das dritte Gemach. Im Vierten erwartete ihn Katharina.
Oh mein Gott, Eliſabeth hätte ein Jahr ihres


