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ihn dieſer Zukunft nicht entziehen zu wollen, ſondern ſich ſelber dem Glück ihres Geliebten freundig zum Opſer darzubringen. Was war ſie, das in Schmerz und Leid gereifte Weib, gegen dieſe junge, lebensfriſche Blüthe Eliſabeth? Was hatte ſie dem Geliebten weiter zu bieten, als ein Leben der Zurückgezogenheit, der Liebe und des ſtillen Glückes? Wenn der König einmal todt war und ſie frei machte, beſtieg Eduard der Sechste den Thron, und Katharina war dann nichts mehr, als die vergeſſene und bei Seite geſcho⸗ bene Wittwe eines Königs, während Eliſabeth, die Schweſter des Königs, Dem, welchen ſie liebte, vielleicht eine Krone als Mitgift darzubringen hatte.
Thomas Seymour war ehrgeizig, das wußte Ka⸗ tharina. Ein Tag konnte kommen, wo er es bereuete, ſtatt der Wittwe eines Königs nicht die Erbin eines Thrones gewählt zu haben.
Katharina wollte dieſem Tage zuvorkommen. Sie wollte freiwillig den Geliebten an Prinzeſſin Eliſabeth abtreten. Sie hatte ihrem Herzen dies Opfer abge⸗ rungen, ſie hatte ihre Hände feſt auf dieſes Herz ge⸗ preßt, um nicht zu hören wie es klagte und weinte.
Sie ging zu Eliſabeth und ſagte zu ihr mit einem ſüßen Lächeln: Heute werde ich Euch den Geliebten zuführen, Prinzeſſin! Der König hat ſein Verſprechen erfüllt, er hat heute mit ſeiner letzten, hinſterbenden Kraft dieſe Acte unterzeichnet, welche Euch die Freiheit giebt, Euren Gemahl nicht nur aus den Reihen der Fürſten zu wählen, und in Eurer Wahl Eurem Herzen zu folgen. Ich werde dieſe Acte Eurem Geliebten geben und ihn ſelber meines Beiſtandes und meiner Hülfe verſichern. Der König iſt heute ſehr leidend und ſein Bewußtſein ſchwindet mehr und mehr. Seid aber gewiß, wenn er im Stande iſt, mich zu hören,
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