Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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wenn es einem König gegeben iſt, ſie zu erfüllen, ſo werde ich es thun!

Katharina faßte ſeine Hand und drückte ſie an ihr Herz. Sire, ſagte ſie, man wollte heute acht Todes⸗ urtheile von Euch unterzeichnet haben. Oh, mein Gemahl, macht aus dieſen acht Verbrechern acht ſelige, dankbare Unterthanen, lehrt ſie dieſen König, den ſie geläſtert haben, lehrt ſie ihn lieben, lehrt ihre Kinder, ihre Gattinnen und Mütter für Euch beten, indem Ihr dieſen Vätern, dieſen Söhnen und Gatten Leben und Freiheit zurückgebt und groß und gütig, wie die Gottheit, ſie begnadigt.

So ſoll es ſein! rief der König heiter. Unſere Hand ſoll heute keine andere Arbeit haben, als in der Euren zu ruhen, und wir wollen es ihr erſparen, dieſe acht Federzüge zu thun. Die acht Uebelthäter ſind begnadigt, und ſie ſollen noch heute frei ſein!

Katharina drückte mit einem Ausruf des Ent⸗ zückens Heinrichs Hand an ihre Lippen, und ihr Ant⸗ litz leuchtete vor reinem Glück.

Und Euer zweiter Wunſch? fragte des König.

Mein zweiter Wunſch, ſagte ſie lächelnd, der bittet auch um Freiheit für einen armen Gefangenen, um Freiheit für ein Menſchenherz, Sire!

Der König lachte. Ein Menſchenherz? Läuft denn das ſo auf der Straße umher, daß man es ein⸗ fangen und einen Gefangenen daraus machen konnte?

Sire, Ihr ſuchtet es auf und habt es verhaftet im Buſen Eurer Tochter. Eliſabeths Herz wollt Ihr in Feſſeln legen, und mit einem unnatürlichen Geſetz wollt Ihr ſie zwingen, der Freiheit ihrer Wahl zu entſagen! Oh Sire, nicht die Prinzeſſin, aber mich hat dies Geſetz ſchmerzlich getroffen. Denkt nur,