Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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von ſeinem Rollſtuhl und blickte hochaufgerichtet, mit flammenden Augen dem Zuge entgegen.

Die Königin faßte ſeine Hand und drückte ſie an ihre Bruſt. Ach, flüſterte ſie leiſe, ſchützt mich, mein Gemahl, denn die Furcht überwältigt mich ſchon wieder. Es iſt mein Feind, es iſt Gardiner, welcher kommt, und ich zittere!

Du ſollſt nicht mehr zittern vor ihm, Kathi! ſagte der König. Wehe Denen, welche es wagen, die Ge⸗ mahlin König Heinrichs zittern zu machen! Ich werde mit Gardiner ſprechen.

Und die Königin faſt unſanft bei Seite ſchiebend, ging der König, der in der heftigen Aufregung des Zornes gar nicht der Schmerzen ſeines Fußes achtete, mit ſchnellem Schritt dem ſich nähernden Zuge ent⸗ gegen.

Mit einem Wink befahl er ihnen anzuhalten, und rief Gardiner und Douglas zu ſich heran. Was wollt Ihr hier, und was bedeutet dieſer ſeltſame Aufzug? fragte er mit rauhem Ton.

Die beiden Hofleute ſtarrten ihn mit entſetzten Blicken an und wagten nicht, ihm zu antworten.

Nun? fragte der König mit immer ſteigendem Zorn, werdet Ihr mir endlich ſagen, mit welchem Recht Ihr es wagt, mit einer bewaffneten Schaar in meinen Garten einzudringen, in derſelben Stunde zumal, in welcher ich mit meiner Gemahlin mich in demſelben befinde? Wahrlich, es giebt keine ausrei⸗ chende Entſchuldigung für eine ſolche gröbliche Ver⸗ letzung der Ehrfurcht, welche Ihr Eurem König und Herrn ſchuldig ſeid, und es nimmt mich Wunder, Herr Ober⸗Ceremonienmeiſter, daß Ihr dieſe Un⸗ ziemlichkeit nicht zu hindern ſuchtet!