Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Nebengemach, wo die Hofleute und der Rollſtuhl be⸗ reit ſtanden, und der König beſtieg ſeinen Triumph⸗ ſtuhl und ließ ſich über die mit Teppichen belegten Corridore und die in breite, ſchräge Auffahrten von Marmor verwandelten Treppen hinunterrollen in den Garten.

Die Luft war ſo winterlich friſch und doch ſo früh⸗ lingswarm. Das Gras begann ſchon als ein fleißiger Weber einen Teppich zu weben über die ſchwarzen Flächen der Square's, und hier und da lugte ſchon neugierig und verſchämt ein Blümchen hervor und ſchien erſtaunt zu lächeln über ſein eigenes verfrühtes Daſein. Die Sonne ſchien ſo warm und hell, der Himmel war ſo blau, und neben dem König ging Katharina mit ſo roſigen Wangen und ſo glänzenden Augen. Dieſe Augen waren immer auf ihren Gemahl gerichtet, und ihr holdes Geplauder war dem König wie melodiſcher Vögelgeſang und machte ſein Herz hüpfen vor Vergnügen und Luſt. Aber wie, welch' ein Geräuſch übertönte auf einmal Katharinens ſüßes Geplauder, und was war es, was dort aufblitzte am Ende jener großen Allee, in welcher ſich eben das kö⸗ nigliche Paar mit ſeinem Gefolge befand?

Es war das Geräuſch von aufmarſchirenden Sol⸗ daten, und glänzende Helme und Panzer blitzten im Sonnenſchein..

Ein Trupp Soldaten beſetzte den Ausgang der Allee, ein anderer bewegte ſich in geſchloſſenen Glie⸗ dern vorwärts; an ihrer Spitze ſah man Gardiner und Graf Douglas einherſchreiten, und ihnen zur Seite den Lieutenant des Towers.

Dees Königs Antlitz nahm einen düſtern und zor⸗ nigen Ausdruck an, und ſeine Wangen übergoſſen ſich mit Purpurröthe. Er erhob ſich mit jugendlicher Haſt