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eine Anekdote, welche man flüchtig und lächelnd an⸗ hört und ſchnell wieder vergißt, ſo war ihm die ganze Begebenheit wieder entſchwunden. Es war eine Anekdote des Augenblicks, ein flüchtiges Intermezzo, weiter nichts.
Der König hatte gut geſchlafen, und alles Andere kümmerte ihn nicht. Er dehnte und ſtreckte ſich auf ſeinem Ruhebett, und dachte mit Entzücken daran, wie ſchön es ſein würde, wenn man jeden Tag ſo ſüß und erquicklich ruhen könne, und wenn keine böſen Träume und keine Furcht den Schlaf von ſeinen Augen verſcheuchen möchten. Er fühlte ſich ſehr heiter, ſehr aufgeräumt, und wer jetzt gekommen wäre, den König um eine Gnade zu bitten, dem würde er ſie gewährt haben in der erſten Freude nach ſo ſtärken⸗ dem Schlaf. Aber er war allein, Niemand war bei ihm, er mußte ſein gnädiges Gelüſte unterdrücken. Doch nein. War's nicht, als ob ſich hinter den Vor⸗ hängen etwas regte und athmete?
Der König ſchlug die Vorhänge zurück, und ein ſanftes Lächeln überflog ſeine Züge, denn vor ſeinem Bett ſaß die Königin. Sie ſaß da mit roſigen Wan⸗ gen und leuchtenden Augen und begrüßte ihn mit einem ſchalkhaften Lächeln.
Ach, Kathi, Ihr ſeid es! rief der König. Nun begreife ich erſt, wie es kam, daß ich ſo feſt und er⸗ quicklich geſchlafen! Ihr ſtandet als mein guter Engel neben mir und verſcheuchtet die Schmerzen und die böſen Träume von meinem Lager!
Und wie er das ſagte, ſtreckte er die Hand aus und ſtreichelte zärtlich ihre ſammtene Wange. Er dachte gar nicht daran, daß er dieſes liebreizende Haupt ſchon gewiſſermaßen dem Schaffot verlobt hatte, und daß in wenig Stunden ſchon dieſe glänzenden Augen
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