Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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licher Haſt das Zimmer durchſchritt, und, zu ſeinem Schreibtiſch tretend, mit raſcher und flüchtiger Hand einige Zeilen aufſchrieb.

Gardiner ſtand in der Mitte des Zimmers mit gefaltenen Händen, und ſeine Lippen murmelten ein halblautes Gebet, während ſeine großen flammenden Augen mit nengierigem und durchbohrendem Ausdruck auf den König geheftet waren.

Hier, Eminenz, nehmt dieſes Papier, ſagte der König dann, nehmt und ordnet alles Nöthige an. Es iſt ein Verhaftsbefehl, und noch ehe die Nacht hereinbricht, ſoll die Königin im Tower ſein!

In Wahrheit, der Herr iſt mächtig in Euch! rief Gardiner, indem er das Papier nahm, die heiligen Heerſchaaren ſingen ihr Hallelujah und ſchauen mit Entzücken auf den Helden hernieder, der ſein eigenes Herz überwand um Gott und der Kirche zu dienen!

Nehmt und eilt Euch! ſagte der König haſtig. In einigen Stunden muß Alles gethan ſein. Gebt dem Grafen Douglas dies Papier, und heißt ihn damit zum Lordlieutenant des Towers gehen, damit er ſelber mit den Trabanten ſich her verfüge. Denn immer doch iſt dieſe Frau eine Königin, und ſelbſt in der Verbrecherin noch will ich die Königin anerkennen. Der Lordlieutenant ſelber muß ſie in den Tower ge⸗ leiten. Eilt alſo, ſage ich! Aber hört, bewahrt dieſes Alles als ein Geheimniß und laßt Niemand davon etwas erfahren, bevor der Moment der Entſcheidung gekommen iſt. Es könnte ſonſt ihre Freunde gelüſten bei mir um Gnade für dieſe Sünderin zu flehen, und ich verabſcheue dieſes Gewinſel und dieſen Jammer. Schweigt alſo, denn ich bin müde und bedarf der Ruhe und des Schlafes. Ich habe, wie Ihr ſagt, ſo eben ein Gott wohlgefälliges Werk gethan, vielleicht