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Unterthan, welcher Euch liebt, und für Euer Wohl⸗ ergehen zittert, es iſt meine Pflicht, Euch anzuflehen, daß Ihr Eurer ſchonen und Eure koſtbare und ange⸗ betete Perſon bewahren möget vor dem Giftſtachel des Zorns und des Kummers! Ich beſchwöre Euch alſo, würdigt dieſe Frau, welche Euch ſo tief beleidigte, keines Blickes mehr; befehlt mir, was ich mit ihr thun ſoll, und erlaubt mir zu allererſt, daß ich Euch in Enre Gemächer begleiten darf!
Du haſt Recht, ſagte der König, ſie iſt es nicht werth, daß mein Auge noch einmal auf ihr ruhe, und ſelbſt meinem Zorn iſt ſie zu gering! Wir wollen die Soldaten rufen, daß ſie dieſe Hochverrätherin und Ehebrecherin in den Tower führen, wie ſie es ihrem Buhlen gethan!
Doch dazu bedarf es noch einer Förmlichkeit, Sire; die Königin wird nicht ohne einen ſchriftlichen, unter⸗ ſiegelten Befehl des Königs in den Tower eingelaſſen!
So werde ich dieſen Befehl ausfertigen!
Sire, in jenem Kabinet dort befindet ſich das nöthige Schreibgeräth, wenn es Ew. Majeſtät ge⸗ fällig iſt!
Der König lehnte ſich ſchweigend auf des Grafen Arm und ließ ſich von ihm wieder in das Kabinet geleiten.
Graf Douglas ordnete mit geſchäftiger Eilfertigkeit das Nöthige an. Er vollte den Schreibtiſch zu dem Könige hin, er legte das große weiße Blatt Papier zurecht und ſchob die Feder in des Königs Hand.
Was ſoll ich ſchreiben? fragte der König, den die Anſtrengung der nächtlichen Wanderung und des Zornes und Aergers endlich zu erſchöpfen begann.
Einen Verhaftsbefehl für die Königin, Sire!


