Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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und dann erwiederte ſie mit jauchzender Luſt ſeine Lie⸗ besſchwüre.

Der König war kaum noch im Stande, ſeine Wuth zurückzuhalten.

Das Herz des Grafen Douglas hüpfte vor Ge⸗ nugthuung und Zufriedenheit. Ein Glück, daß Jane Auneh Anweſenheit nicht ahnt, dachte er, ſie würde ſonſt zurückhaltender und weniger glühend geweſen ſein, und das Ohr des Königs würde weniger Gift geſogen haben.

Lady Jane dachte gar nicht an ihren Vater, ſie erinnerte ſich kaum noch, daß dieſe Nacht noch ihre gehaßte Rivalin, die Königin, vernichtet würde.

Henry Howard hatte ſie nur ſeine Geraldine ge⸗ nannt. Jane vergaß es ganz, daß nicht ſie es war, welcher ihr Geliebter dieſen Namen gegeben.

Aber er ſelber erinnerte ſie endlich daran.

Weißt Du, Geraldine, ſagte Graf Surrey, und ſeine Stimme, welche bis dahin ſo heiter und friſch geweſen, war jetzt trübe, weißt Du, Geraldine, daß ich an Dir gezweifelt habe? Oh, dies waren furcht⸗ bare, entſetzensvolle Stunden, und in der Qual meines Herzens faßte ich endlich den Entſchluß, zum König zu gehen, und mich ſelber dieſer Liebe anzuklagen, welche mein Herz verzehrte. Oh, fürchte nichts! Ich hätte Dich nicht angeklagt, ich würde dieſe Liebe ſelbſt verleugnet haben, welche Du mir ſo oft und mit ſo entzückungsvoller Wahrheit geſchworen! Ich würde es gethan haben, um zu ſehen, ob meine Geraldine endlich den Muth und die Kraft gewinnen könne, ihre Liebe offen und frei zu bekennen, ob ihr Herz dieſe eiſernen Bande zu ſprengen vermöchte, welche

die trüglichen Geſetze der Welt um daſſelbe gelegt, ob