Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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auch ein wenig von den zärtlichen Betheuerungen des Grafen mit anzuhören?

Nicht ein wenig, ſondern Alles will ich hören! ſagte der König. Ach, laſſen wir doch den Grafen ſein Schwanenlied ſingen, bevor er hinab taucht in das Meer von Blut!

Dann, ſagte Graf Douglas, dann müſſen wir dieſes Licht auslöſchen, und Ew. Majeſtät muß ſich genügen laſſen, die Schuldigen nur zu hören, nicht auch zu ſehen! Wir werden uns alsdann in das Boudoir hier begeben, das ich zu dieſem Zweck ge⸗ öffnet habe und in welchem ſich ein Lehnſtuhl für Ew. Majeſtät befindet. Wir werden dieſen Stuhl neben der geöffneten Thür hinſtellen, und alsdann wird Ew. Majeſtät jedes Wort ihres zärtlichen Geflüſters ver⸗ nehmen können..

Aber wie werden wir zuletzt zu dem Anblick des holden Liebespaares gelangen und ihnen die drama⸗ tiſche Ueberraſchung unſerer Gegenwart verſchaffen können, wenn wir dieſes einzige Licht hier auslöſchen?

Sire, ſobald der Graf Surrey eingetreten iſt, wer⸗ den zwanzig Mann von der königlichen Leibwache jenes Vorzimmer, welches der Graf paſſiren muß, be⸗ ſetzen, und es bedarf nur eines Rufes von Euch, um ſie mit ihren Fackeln in den Saal treten zu laſſen. Auch habe ich Sorge getragen, daß vor der geheimen Hinterpforte des Palaſtes zwei Kutſchen bereit ſtehen, deren Führer die Straße, welche zum Tower führt, ſehr genau kennen!

Zwei Kutſchen! ſagte der König lachend. Ach, ach, Douglas, wie grauſam wir ſind! Das zärtliche Liebespaar auf dieſer Fahrt zu trennen, welche doch ihre letzte ſein wird! Nun, vielleicht können wir ſie dafür entſchädigen und dieſen Turteltauben geſtatten,

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