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Ja, die Königin ſchlief, und dennoch hatte man dort drüben im grünen Saal Alles zu ihrem Empfang vorbereitet.
Es ſollte ein ſehr glänzender und außerordentlicher Empfang ſein, denn der König hatte ſich in eigener Perſon nach jenem Flügel des Schloſſes begeben, und der Ober⸗Ceremonienmeiſter, Graf Douglas, hatte ihn begleitet.
Dem König war dieſe Wanderung, die er zu Fuß hatte machen müſſen, ſehr beſchwerlich geweſen, und dieſe Beſchwerde hatte ihn nur noch ingrimmiger und gereizter gemacht, und die letzte Spur von Erbarmen für ſeine Königin war aus des Königs Bruſt geſchwun⸗ den; denn um Katharina's willen hatte er dieſen weiten Weg bis zum grünen Saal gehen müſſen, und mit einer grimmigen Freude dachte Heinrich nur daran, wie furchtbar ſeine Strafe für Heury Howard und auch für Katharina ſein ſolle.
Jetzt, da Graf Douglas ihn hierher geführt, zwei⸗ felte der König gar nicht mehr an der Schuld der Königin. Es war keine Anklage mehr, es war ein Beweis. Denn nimmermehr würde Graf Douglas es gewagt haben, ihn, ſeinen König hierher zu führen, wenn er nicht gewiß war, daß er die untrüglichen Beweiſe ihm hier geben würde.
Der König alſo zweifelte nicht mehr; Henry Ho⸗ ward war endlich in ſeiner Gewalt und konnte ihm nicht mehr entrinnen. Er war alſo endlich gewiß, dieſe beiden gehaßten Feinde auf das Blutgerüſt brin⸗ gen zu können und ſeinen Schlaf nicht mehr beun⸗ ruhigt zu fühlen durch den Gedanken an ſeine beiden mächtigen Rivalen.
Der Herzog von Norfolk hatte ſchon die Pforten


