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der fromme Biſchof Gardiner und der ſchlaue Höfling Douglas um ihre Füße legen wollen. Meine Köni⸗ gin ſoll nicht fallen und zu Grunde gehen! Noch lebt der Narr, um ſie zu ſchützen!
VI. Die Rönigin.
Von der Niſche aus, in welche John Heywood ſich verſteckt hatte, konnte er den ganzen Corridor und alle die Thüren, welche auf denſelben ausmündeten, überſchauen, Alles ſehen, Alles hören, ohne ſelbſt ge⸗ ſehen zu werden, denn der hervorſpringende Pfeiler der Mauer beſchattete ihn vollkommen.
John Heywood alſo ſtand und horchte. In dem Corridor war Alles ſtill. Von fernher vernahm man dann und wann den gedämpften Schall der Muſik, und das verworrene Geränſch vielfacher Stimmen drang aus den Feſtſälen an das Ohr des Lauſchers herüber.
Das war das Einzige, was John Heywood ver⸗ nahm, ſonſt war Alles ſtill.
Aber dieſe Stille dauerte nicht lange. Der Cor⸗ Tder erhellte ſich, raſch herannahende Fußtritte er⸗ tönten.
Es waren die goldbetreßten Lakaien, welche die großen ſilbernen Armleuchter trugen und der Königin vorleuchteten, die im Gefolge ihrer Damen den Corri⸗ dor durchſchritt.


