Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Ich denke daran, ſagte ſie lächelnd, daß auch die Sonne nicht immer ſcheint, und daß ihrem Glanze immer eine dunkle Nacht folgt.

Der König antwortete nicht. Er ſah ihr ſtarr in’s Geſicht, und ſeine Züge nahmen plötzlich einen milderen Ausdruck an.

Vielleicht hatte er Mitleid mit ſeinem jungen Weibe, vielleicht empfand er Erbarmen mit ihrer Jugend und ihrem zauberhaften Lächeln, welches ſo oft ſein Herz erquickt und erfriſcht hatte.

Graf Douglas mindeſtens fürchtete es.

Sire, ſagte er, es iſt ſpät. Die Mitternachts⸗ ſtunde naht heran.

laſſen, und es ſoll mir lieb ſein, wenn meine Gäſte das ſchöne Feſt noch bis zum Morgen ausdehnen wollen. Bleibt Alle hier! Niemand begleitet mich als Douglas. 3

Und Dein Bruder, der Narr! ſagte John Hey⸗ wood, welcher lange ſchon aus ſeinem Verſteck her⸗ vorgekommen war und jetzt neben dem König ſtand. Ja, komm Bruder Heinrich, laß uns dieſes Feſt ver⸗ laſſen! Es ziemt ſich nicht für Weiſe unſerer Art, dem Feſte der Thoren noch länger unſere Gegenwart zu gönnen. Komm auf Dein Lager, König, und ich will Dein Ohr einſchläfern mit den Sprüchen meiner Weisheit, und Deine Seele erquicken mit dem Manna meiner Gelehrſamkeit.

Während John Heywood ſo ſprach, war es ihm nicht entgangen, daß die Züge des Grafen ſich plötz⸗ 5*