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Ja, ja, um Mitternacht! murmelte der König, um Mitternacht iſt der Carneval zu Ende, und wir wer⸗ den die Masken herunterreißen und den Verbrechern unſer zürnendes Antlitz zeigen! Um Mitternacht müſſen wir drüben im grünen Saal ſein. Ja, Dou⸗ glas, wir müſſen uns eilen, denn es wäre grauſam, den zärtlichen Surrey noch länger warten zu laſſen. Wir wollen ſeiner Geraldine alſo die Freiheit geben, das Feſt zu verlaſſen, und wir ſelber müſſen unſern Weg antreten. Ach, Douglas, es iſt ein ſchwerer Weg, den wir zu wandeln haben, und die Eumeniden und Rachegötter werden uns dazu die Fackeln tragen. An's Werk denn, an's Werk!
Der König erhob ſich von ſeinem Seſſel und trat zur Königin, der er mit einem zärtlichen Lächeln ſeine Hand darreichte.
Mylady, es iſt ſpät, ſagte er, und wir, der wir der König ſo vieler Unterthanen ſind, wir ſind doch auch wieder der Unterthan eines Königs: das iſt der Arzt, und wir müſſen ihm gehorchen. Er hat be⸗ fohlen, daß ich vor Mitternacht das Lager ſuchen ſoll, und ich gehorche, wie ein loyaler Unterthan es thun muß. Wir wünſchen Euch alſo eine gute Nacht, Kathi, und mögten Eure ſchönen Augen morgen auch ſo ſternengleich glänzen, wie ſie es heute thun.
Sie werden morgen glänzen, wie heute, wenn mein Herr und Gemahl mir morgen noch ſo gnädig iſt, wie heute, ſagte Katharina ganz arglos und un⸗ befangen, indem ſie dem Könige ihre Hand darreichte.
Heinrich warf auf ſie einen mißtrauiſchen, for⸗ ſchenden Blick, und ein eigenthümlicher, ſchadenfroher Ausdruck zeigte ſich in ſeinen Mienen.
Glaubt Ihr denn, Kathi, daß wir Euch jemals ungnädig ſein könnten? fragte er.


