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mit welchen ſchmachtenden und verliebten Blicken er der Königin zu winken ſcheint. Geh alſo, Jane, und gedenke Deines Verſprechens.
Und werdet auch Ihr, mein Vater, Eures Ver⸗ ſprechens gedenken? fragte Lady Jane mit zitternden Lippen. Wird keine Gefahr ihn bedrohen?.
Ich werde es, Jane! aber jetzt eile Dich, mein Tochter, und ſei klug und geſchickt.
Lady Jane verneigte ſich und murmelte einige un⸗ verſtändliche Worte. Dann näherte ſie ſich der Kö⸗ nigin und bat um die Erlaubniß, das Feſt zu ver⸗ ſabe weil ein heftiges Unwohlſein ſie plötzlich be⸗ allen.
Lady Jane'’s Antlitz war ſo bleich und todesmatt, daß die Königin wohl an das Unwohlſein ihrer erſten Kammerdame glauben konnte, und ihr geſtattete, ſich zurückzuziehen.
Lady Jane verließ den Saal, die Königin ſetzte ihr Geſpräch mit Lord Hertford, der neben ihr ſtand, weiter fort. 4
Es war ein ſehr lebhaftes, ſehr eifriges Geſpräch, und die Königin achtete daher nicht auf das, was um ſie her geſchah, und ſie hörte nichts von dem Geſpräch zwiſchen dem König und Graf Douglas.
John Heywood, welcher noch immer hinter dem Thronſeſſel des Königs kauerte, beachtete Alles, und hörte jedes Wort dieſes leiſe geflüſterten Geſprächs.
Sire, ſagte Graf Douglas, es iſt ſpät und die Mitternachtsſtunde naht heran. Wolle es Ew. Ma⸗ jeſtät gefallen, das Feſt zu ſchließen. Denn Ihr wißt wohl, daß wir um Mitternacht drüben in dem grünen Gartenſaal ſein müſſen, und es iſt ein weiter Weg bis dahin.
Heinrich VIII. 3. 5


