Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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lachenden, geputzten und ſchäkernden Gäſten dieſes Feſtes Einer, welcher heute noch, wenn er dieſe Glanz und Luſt ſtrahlenden Säle verließ, die dunklen und traurigen Kammern des Towers erblicken ſollte.

Nur fragt es ſich, wer dieſer Eine war, für den das glänzende Luſtſpiel dieſes Abends ſich zu einem ſo trüben Drama verwandeln ſollte?

John Heywood fühlte ſein Herz von einer uner⸗ klärlichen Bangigkeit zuſammengeſchnürt, und dieſe auffallende Zärtlichkeit des Königs gegen ſeine Ge⸗ mahlin erſchreckte und entſetzte ihn.

So wie er Katharina jetzt anlächelte, ſo wie er jetzt ihre Wange ſtreichelte, ſo hatte er Anna Boulen gelächelt, in derſelben Stunde, in welcher der König den Befehl zu ihrer Verhaftung unterzeichnete; ſo hatte er die Wange Buckingham's geſtreichelt, an dem⸗ ſelben Tage, an welchem der König ſein Todesurtheil beſtätigte.

Es grauete dem Narren vor dieſem glänzenden Feſt, vor der rauſchenden Muſik und der tollen Fröhlichkeit des Königs. Es grauete ihm vor den lachenden Geſichtern und den leichtſinnigen Scherzen, die von allen dieſen fröhlichen Lippen ſprudelten.

Mein Gott, ſie lachten, und der Tod war mitten unter ihnen; ſie lachten, und die Pforten des Towers waren ſchon geöffnet, um einen dieſer fröhlichen Gäſte des Königs einzulaſſen in dieſes Haus, welches man in jenen Tagen Heinrichs des Achten nur wieder ver⸗ luß⸗ um das Schaffot oder den Scheiterhaufen zu be⸗

eigen!

Wer war der Verurtheilte? Wen erwarteten die Soldgten des Towers unten an der Kutſche? John