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König, er wußte, daß Diejenigen, welchen er am freundlichſten war, oft am meiſten von ihm zu fürch⸗ ten hatten. Er beobachtete ihn daher und er ſah unter der Maske dieſer Freundlichkeit des Königs wahres zorniges Angeſicht zuweilen mit einem haſtigen, ſchnellen Blick hervorleuchten.
Die rauſchende Muſik und die tobende Freude täuſchten John Heywood nicht mehr! Er ſah den Tod, welcher hinter dieſem glänzenden Leben ſtand, er roch den Verweſungsdunſt, welcher ſich unter dem Duft dieſer ſchimmernden Blumen barg..
John Heywood lachte nicht mehr und plauderte nicht mehr. Er beobachtete.
Zum erſten Male ſeit langer Zeit bedurfte der König heute nicht des anregenden Scherzes und des ſtachelnden Witzes ſeines Narren, um heiter und guter Laune zu werden. 3
Der Narr hatte alſo Zeit und Muße, ein ver⸗ nünftiger und beobachtender Menſch zu ſein, und er benutzte ſeine Zeit. 3
Er ſah die Blicke des Einverſtändniſſes und der triumphirenden Sicherheit, welche Graf Douglas mit Gardiner wechſelte, und es machte ihn mißtrauiſch, zu gewahren, daß dieſe ſonſt ſo eiferſüchtigen Günſt⸗ linge des Königs gar nicht beunruhigt ſchienen von der auffallenden Gunſt, deren ſich heute Abend die Howards erfreuten!
Einmal hörte er, wie Gardiner Wriothesly im Vorbeigehen fragte:„Und die Soldaten des Towers?“ und wie dieſer eben ſo lakoniſch erwiederte:„Sie ſtehen neben der Kutſche und warten.“
Es war alſo ganz klar, daß man noch heute Je⸗ mand verhaften wollte. Es befand ſich alſo unter den


