Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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V.

Das Todtenfeſt.

Seit langer Zeit hatte man den König nicht ſo heiter geſehen, als an dem heutigen Feſtesabend, ſeit langer Zeit war er nicht ſo ganz nur der zärtliche Gemahl, der harmloſe Geſellſchafter, der heitere Lebe⸗ mann geweſen.

Die Schmerzen ſeines Beines ſchienen verſchwun⸗ den zu ſein, and ſelbſt die Schwere ſeines Körpers ſchien ihn heute weniger als ſonſt zu beläſtigen, denn öfter als einmal richtete er ſich von ſeinem Rollſtuhl empor und wandelte einige Schritte durch den glän⸗ zend erleuchteten Saal, in welchem die Damen und Herren ſeines Hofes in feſtlicher Toilette auf⸗ und webexidogten, in welchem Muſik und luſtiges Lachen ertönte.

Wie zärtlich er ſich heute gegen ſeine Gemahlin bezeigte, mit welcher außerordentlichen Gunſt er dem Herzog von Norfolk begegnete, mit welcher lächelnden Aufmerkſamkeit er dem Grafen von Surrey zuhörte, als dieſer, auf des Königs Wunſch einige nene Son⸗ nette an Geraldine vortrug!.

Dieſe auffallende Bevorzugung der edlen Howards entzückte die katholiſche Partei des Hofes, und erfüllte ſie mit neuen Hoffnungen und neuer Zuverſicht.

Aber Einer war da, welcher ſich von dieſer Maske nicht täuſchen ließ, die König Heinrich heute über ſein zorniges Geſicht gelegt..

John Heywood glaubte weder an die Heiterkeit,

noch an die Zärtlichkeit des Königs. Er kannte den