Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Feſt verläßt und heimwärts gehen will; heimwärts, wenn auch nicht in ſeinen Palaſt, doch in den Tower und in das Grab. Geht, geht, Douglas, und beſorgt mir das Alles! Und ſendet mir gleich meinen luſti⸗ gen Narren John Heywood her. Er ſoll mir die Zeit verkürzen, bis das Feſt beginnt, er ſoll mit mir lachen und fröhlich ſein. 3

Ich werde gehen und Eure Befehle erfüllen, Sire, ſagte Graf Douglas. Ich werde das Feſt anordnen, und Eure Befehle der Königin und Eurem Hofe mit⸗ theilen. Und zu allererſt werde ich Euch John Hey⸗ wood ſenden. Aber verzeiht, Majeſtät, wenn ich es wage, Euch zu erinnern, daß Ihr mir Euer königliches Wort gegeben, unſer Geheimniß mit keiner Sylbe und keinem Seufßzer ſelbſt zu verrathen.

Ich gab mein Wort und ich werde es erfüllen! ſagte der König. Geht jetzt, Graf Douglas, und thut, was ich Euch geheißen habe!

Ganz erſchöpft von dieſem Paroxismus ſeiner grau⸗ ſamen Freude ſank der König in ſeinen Seſſel zurück und rieb ſich ächzend und ſtöhnend das Bein, deſſen ſtechende Schmerzen er einen Moment vergeſſen hatte, welche ihn aber jetzt mit um ſo grauſamerer Wuth an ihre Gegenwart gemahnten.

Ach, ach, ächzte der König. Er rühmte ſich, ſchla⸗ fen zu können, wann es ihm beliebe. Nun, dies Mal werden wir es ſein, welche den ſtolzen Herzog in den Schlaf lullen. Aber es wird ein Schlaf ſein, aus welchem er nicht wieder erwachen ſoll!—

Während der König ſo klagte und litt, durcheilte Graf Douglas mit raſchem, feſtem Schritt die Reihe der königlichen Gemächer. Ein ſtolzes, triumphirendes Lächeln umſpielte ſeine Lippen, und ein freudiger Sie⸗ gesausdruck blitzte aus ſeinen Augen.