Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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ſchöne und erhabene Stunde trüben, warum war es nöthig, daß Ihr die Königin in dieſes traurige Ge⸗ webe der Schuld und des Verbrechens mit hinein webt? Ihr heiteres Lächeln und ihre ſtrahlenden Blicke ſind meinen Augen immer ein ſo lieber Genuß geweſen.„, eee

Sire, ich ſage ja nicht, daß die Königin ſchuldig ſei. Nur gab es kein anderes Mittel, Euch die Schuld des Grafen Surrey zu beweiſen, als daß Ihr ſelber das Geſtändniß ſeiner Liebe zur Königin hörtet.

Und ich will es hören! rief der König, welcher jetzt ſchon dieſe empfindſame Regung ſeines Herzens überwunden hatte. Ja, ich will die volle Ueberzeu⸗ gung von Surrey's Schuld haben, und wehe der Kö⸗ nigin, wenn ich auch ſie ſchuldig finden ſollte! Dieſe Nacht alſo, Graf! Aber bis dahin Schweigen und Geheimniß! Wir wollen Vater und Sohn in der⸗ ſelben Stunde ergreifen und verhaften laſſen, denn die Verhaftung des Einen möchte ſonſt leicht dem Andern zur Warnung dienen, und er könnte unſerm gerechten Zorn entfliehen. Ah, ſie ſind ſo ſchlau, dieſe Howards, und ihr Herz iſt ſo voll Liſt und Tücke! Aber jetzt ſollen ſie uns nicht mehr entgehen, jetzt ſind ſie unſer! Wie es mir wohl thut, das zu denken, und wie friſch und leicht mein Herz hüpft! Es iſt, als ob ein neuer Lebensſtrom durch meine Adern brauſte und neue Kraft durch mein Blut ſich ergöſſe. Oh, es waren dieſe Howards, welche mich krank ge⸗ macht! Ich werde wieder geſunden, wenn ich ſie im Tower weiß. Ja, ja, mein Herz hüpft vor Freude, und dies ſoll heute ein glücklicher und geſegneter Tag ſein. Ruft mir die Königin her, daß ich mich noch einmal an ihrem roſigen Antlitz erfreue, bevor ich es erbleichen mache vor Entſetzen. Ja, die Königin ſoll kommen und ſie ſoll ſich ſchmücken; ich will ſie noch