Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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die Armlehnen ſeines Rollſtuhls, daß dieſer krachte. Das iſt nicht wahr, Mylady!

Es iſt wahr! ſagte die Herzogin ſtolz und keck. Es iſt wahr, Sire, denn der Graf von Surrey hat es mir ſelber geſtanden, daß es die Königin iſt, welche er liebt, und daß die Geraldina nur eine melodiſche Um⸗ ſchreibung der Katharina iſt.

Er hat es Euch ſelber geſtanden? fragte der König

mit keuchendem Athem. Ah, er wist es, die Ge⸗ mauin ſeines Königs zu lieben? Wehe über ihn, wehe!

Er hob die geballte Fauſt drohend zum Himmel empor, und ſeine Augen ſchoſſen Blitze. Aber wie? ſagte er nach einer Pauſe, hat er uns nicht jüngſt ein Ge⸗ dicht an Geraldine vorgeleſen, in welchem er ihr dankt für ihre Liebe, und ſich für ihre ihm geſchenkten Küſſe zu ihrem ewigen Schuldner bekennt?

Er hat Euch ein ſolches Gedicht an Geraldine vor⸗ geleſen, Majeſtät!

Der König ſtieß einen leiſen Schrei aus und rich⸗ tete ſich in ſeinem Seſſel empor. Beweiſe, ſagte er mit unheimlicher, heiſerer Stimme, Beweiſe, oder ich bße Euch, Euer eigenes Haupt ſoll mir dieſe Anklage

üßen!

Dieſe Beweiſe, Majeſtät, werde ich Euch geben! ſagte Graf Douglas feierlich. Es beliebt Eurer Ma⸗ jeſtät, in der Fülle Eurer Milde und Eures Erbar⸗ mens an der Anklage der edlen Herzogin zweifeln zu wollen. Nun wohl, ich werde Euch den untrüglichen Beweis liefern, daß Henry Howard, Graf von Sur⸗ rey, wirklich die Königin liebt, und daß er es wirklich wagt, die Gemahlin des Königs als ſeine Geraldine zu lobpreiſen und anzubeten. Ihr ſollt mit Euren