ja, was dem Herzog mein Herz entriſſen, und was gemacht hat, daß ich ihn jetzt ſo glühend haſſe, als ich ihn einſt geliebt habe.
Der König reichte den beiden Frauen mit einem gnädigen Lächeln ſeine beiden Hände dar. Sie haben mir heute einen großen Dienſt erwieſen, Myladies, ſagte er, und ich werde es Euch zu lohnen wiſſen. Ich werde Euch, Frau Herzogin, die Hälfte ſeiner Güter geben, als ob Ihr ſeine rechtmäßige Erbin und ſeine berechtigte Wittwe wäret; ich werde Euch, Miß Holland, alle die Güter und Schätze in unbeſtrittenem Beſitze laſſen, welche der verliebte Herzog Euch ge⸗ geben hat.
Die beiden Damen brachen in laute Dankesäuße⸗ rungen und in enthuſiaſtiſches Entzücken über den freigebigen und großmüthigen König aus, welcher ſo gnädig war, ihnen zu geben, was ſie ſchon hatten, und ihnen zu verleihen, was ſchon ihr Eigenthum war.
Nun, und Ihr ſeid ganz ſtumm, meine kleine Her⸗ zogin? fragte der König nach einer Pauſe, ſich an die Herzogin von Richmond wendend, welche ſich in eine Fenſterniſche zurückgezogen hatte.
Sire, ſagte die Herzogin lächelnd, ich wartete nur auf mein Stichwort.
Und dieſes Stichwort heißt?
Henry Howard, Graf von Surrey! Majeſtät, Ihr wißt es, ich bin ein luſtiges und harmloſes Weib, und ich verſtehe mich beſſer darauf, zu lachen und zu ſcherzen, als viel ernſthafte Worte zu machen. Dieſe beiden edlen und ſchönen Damen haben den Herzog, meinen Vater, angeklagt, und ſie haben es auf eine ſehr würdige und feierliche Weiſe gethan. Ich will meinen Bruder Henry Howard anklagen, aber Ihr
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