cher ſich anmaßt, ſeinen König und Herrn Seines⸗ gleichen nennen zu wollen, rief der König, welcher erröthete vor grimmiger Freude, ſeinen Feind jetzt endlich in ſeiner Gewalt zu haben.
Er iſt auch ein Hochverräther, ſuhr Miß Holland ſort. Oftmals hörte ich ihn ſagen, er habe daſſelbe Recht auf den Thron von England, als Heinrich der Achte, und ein Tag könne kommen, wo er mit dem Sohne Heinrichs um dieſe Krone ringen möchte.
Ach! rief der König, und ſeine Augen ſchoſſen ſo zornige Blitze, daß ſelbſt Graf Douglas davor er⸗ ſchrak, ach, er will mit meinem Sohn um die Krone von England ringen! Nun iſt es gut; denn jetzt iſt es meine heilige Pflicht als König und als Vater, dieſe Schlange zu zertreten, welche mich in die Ferſe ſtechen will, und kein Mitleid und kein Erbarmen darf mich nun noch zurückhalten. Und gäbe es keine andern Beweiſe ſeiner Schuld und ſeines Verbrechens, als dieſe Worte, welche er zu Euch geſprochen, ſo ge⸗ nügen ſie und werden wider ihn aufſtehen als die Pinlerahschle, welche ihn auf das Blutgerüſt führen
ollen. 3
Es giebt aber noch andere Beweiſe, ſagte Miß Holland lakoniſch.
„Der König mußte ſein Wamms öffnen. Es war ihm, als ob die Freude ihn erſticken würde.
Nennt ſie! befahl er.
Er wagt es, die Suprematie des Königs zu leug⸗ nen, er nennt den Biſchof zu Rom das alleinige Ober⸗ haupt und den heiligen Vater der Kirche.
Ach, das thut er? rief der König lachend. Nun, wir werden ja ſehen, ob dieſer heilige Vater dieſen gläubigen Sohn von dem Schaffot erretten wird, wel⸗ ches wir ihm aufrichten wollen. Ja, ja, wir müſſen


