Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Gattin, die Tochter und die Geliebte ſind gekommen, den Herzog von Norfolk des Hochverraths anzuklagen, die Mutter und die Schweſter ſind da, um den Grafen von Surrey eines ebenſo todteswürdigen Verbrechens zu zeihen!

Nun wahrlich, rief der König, es muß eine ſchwere und gottesläſternde Sünde ſein, welche das Gemüth der edlen Frauen ſogar erzürnt, und ſie die Stimme der Natur verleugnen läßt!

Es iſt auch eine ſolche, ſagte die Herzogin von Norfolk in feierlichem Ton, und indem ſie ſich dem Könige um einige Schritte näherte, fuhr ſie fort: Sire, ich klage den Herzog, meinen geſchiedenen Ge⸗ mahl, des Hochverrathes und des Treubruches gegen ſeinen König an. Er hat es gewagt, Euer eigenes königliches Wappen ſich anzueignen, und auf ſeinem Siegel und ſeiner Equipage und über dem Portal ſeines Palaſtes prangt das Wappen der Könige von England.

Es iſt wahr! ſagte der König, welcher jetzt, da er des Unterganges des Howards ganz gewiß war, ſeine Ruhe und Beſonnenheit wieder gefunden hatte, und ganz wieder die Miene eines ſtrengen, unparteiiſchen Richters annahm. Ja, er trägt das königliche Wappen in ſeinem Schild, aber wenn wir uns recht entſinnen, fehlt doch darin die Krone und der Namenszug unſres Ahnen Eduard des Dritten.

Er hat jetzt dieſe Krone und dieſen Namenszug ſeinem Wappen hinzugefügt, ſagte Miß Holland. Er ſagt, er ſei berechtigt dazu, denn, gleich dem Könige, ſtamme auch er in gerader Linie von Eduard dem Dritten ab, und alſo gebühre auch ihm das königliche Wappen.

Wenn er das ſagt, iſt er ein Hochverräther, wel⸗