Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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— 14.—

König, daß Ihr ſelber nicht zum Ankläger werden, ja den Fuß nicht einmal zurückziehen wolltet, welchen die Schlange bedrohte. Groß und erbarmend, wie Gott ſelber, lächeltet Ihr Dem, von welchem Ihr wußtet, daß er Euer Feind. Ich aber, mein König, ich habe andere Pflichten, ich bin wie der treue Hund, der nur Auge hat für die Sicherheit ſeines Herrn, und Jeden anfällt, der ſie zu bedrohen kommt. Ich habe die Schlange geſehen, welche Euch tödten möchte, und ich will und werde ihr das Haupt zertreten!

Und wie heißt die Schlange, von welcher Ihr ſprecht? fragte der König, und ſein Herz klopfte ſo ſtürmiſch, daß er es auf ſeinen zitternden Lippen fühlte.

Sie heißt, ſagte Graf Douglas ernſt und feierlich, ſie heißt Howard!

Der König ſtieß einen Schrei aus, und richtete ſich, ſeiner Gicht und ſeiner Schmerzen ganz ver⸗ geſſend, von ſeinem Stuhl empor.

Howard, ſagte er mit einem grauſamen Lächeln, Du ſagſt, daß ein Howard unſer Leben bedrohe? Welcher iſt es? Nenne mir den Verräther!

Ich nenne ſie Beide, Vater und Sohn! Ich nenne den Herzog von Norfolk und den Grafen von Surrey! Ich ſage, daß ſie Beide Hochverräther ſind, welche das Leben und die Ehre meines Königs bedrohen und mit gottesläſterndem Uebermuth ihre Hände ſelbſt nach der Krone auszuſtrecken wagen!

Ach, ich wußte es, ich wußte es! ſchrie der König. Und das war es, was meine Nächte ſchlaflos machte, und wie glühendes Eiſen meinen Leib zerfetzte!

Und indem er ſeine wuthblitzenden Augen auf Douglas heftete, fragte er mit grimmigem Licheln: