Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Weib, hatte er Jane Seymour hingeopfert, hatte er die Mutter tödten laſſen, um den Sohn, den Erben ſeiner Krone zu erhalten.

Und das Volk dankte dem König nicht einmal für dieſes Opfer, welches der Gemahl Jane Seymour's ihm gebracht. Das Volk jauchzte dem Herzog von Norfolk entgegen, dem Vater dieſer ehebrecheriſchen Königin, welche Heinrich ſo ſehr geliebt, daß ihre Uutrene ihn wie ein vergifteter Dolchſtoß getroffen hatte.

Dies waren die Gedanken, welche den König auf ſeinem Schmerzenslager beſchäftigten, und in welche er ſich mit allem Eigenſinn und allem Ingrimm eines Kranken hinein wühlte.

Vir werden ihm dieſe Howards opfern müſſen! ſagte Graf Douglas zu Gardiner, als ſie eben wieder einem Wuthausbruch ihres königlichen Herrn zugehört hatten. Wenn wir endlich dahin wollen gelangen können, die Königin zu verderben, ſo müſſen wir zu⸗ erſt die Howards vernichtet haben.

Der fromme Erzbiſchof ſah ihn erſtaunt und fra⸗ gend an..

Graf Douglas lächelte. Ihr ſeid zu erhaben und zu edel, Eminenz, um die Dinge dieſer Welt immer begreifen zu können. Euer Blick, welcher nur Gott und den Himmel ſucht, ſieht nicht immer die kleinlichen und erbärmlichen Dinge, welche hier unten auf der Erde vorgehen.

. Oh doch, ſagte Gardiner mit einem grauſamen

Lächeln. Ich ſehe ſie, und es entzückt mein Auge, wenn ich ſehe, wie die Rache Gottes hier auf Erden die Feinde der Kirche ſtraft. Errichtet alſo immerhin einen Scheiterhaufen oder ein Schaffot für dieſe