Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Die Howards waren es, welche ihm überall den Ruhm ſtreitig machten. Die Howards verdrängten ihn aus der Gunſt ſeines Volkes, und uſurpirten die Liebe und die Bewunderung, welche dem König allein gebührte, und welche man niemand Anderem, als ihm zuwenden durfte. Er lag auf ſeinem Schmerzens⸗ lager, und ſein Volk würde ihn ohne Zweifel vergeſſen haben, wenn er es durch ſeine Blutgerüſte, ſeine Scheiterhaufen und Schafeotte nicht täglich an ſich er⸗ innert hätte; er lag auf ſeinem Schmerzenslager, während der Herzog ſich ſtrahlend und prächtig dem Volke zeigte, und es zur Begeiſterung hinriß durch die verſchwenderiſche und königliche Großmuth, mit der er ſein Geld unter das Volk ausſtreuete.

Ja, der Herzog von Norfolk war des Königs ge⸗

fährlicher Rival. Die Krone war nicht ſicher auf ſeinem Haupte, ſo lange die Howards lebten, und wer konnte ermeſſen, ob dereinſt, wenn Heinrich die Augen ſchlöſſe, nicht die jubelnde Liebe des Volkes den Herzog von Norfolk, oder deſſen edlen Sohn, den Grafen von Surrey, ſtatt des rechtmäßigen Erben, ſtatt des kleinen Knaben Eduard, Heinrichs einzigen Sohn, auf den Thron beriefe?

Wenn der König das dachte, hatte er ein Gefühl, als ob ein Feuerſtrom zu ſeinem Gehirn emporwirbele, und er ballte die Hände krampfhaft in einander, und ſchrie und brüllte, daß er Rache üben wolle.

Rache an dieſen verhaßten Howards, welche ſeinem Sohn die Krone entreißen wollten.

Cduard, der kleine unmündige Knabe, er allein war der gottgeweihete rechtmäßige Erbe der Königs⸗ krone. Es hatte ſeinem Vater ein ſo großes Opfer gekoſtet, ſeinem Volke dieſen Sohn und Nachfolger zu geben. Um es zu thun, hatte er ſein eigenes, geliebtes