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und dem Glück Katharina's, wie dieſe über Thomas Seymour und ihren Freunden wachte. Er beſchützte und behütete ſie beim König, wie ſie Cranmer behü⸗ tete, und vor den ſtets ſich erneuernden Angriffen ſeiner Feinde ihn beſchützte.
Das war es, was ſie der Königin niemals ver⸗ zeihen konnten, daß ſie den edlen und freiſinnigen Erzbiſchof von Canterbury, daß ſie Cranmer ihren Schlingen entzogen hatte. Mehr als einmal war es Katharina gelungen, ihre ränkeſüchtigen Pläne zu zer⸗ ſtören und die Netze zu zerreißen, welche Gardiner und Graf Douglas mit ſo ſchlauer und geſchickter Hand für Cranmer aufgeſtellt.
Wenn man alſo Cranmer ſtürzen wollte, mußte man erſt die Königin ſtürzen. Dazu gab es ein wirk⸗ ſames Mittel, ein Mittel, um zugleich die Königin und die verhaßten Seymours, welche den Papiſten im Wege ſtanden, zu vernichten.
Wenn ſie dem Könige beweiſen konnten, daß Ka⸗ tharina ein ſtrafwürdiges Liebesverhältniß mit Thomas Seymour hege, dann waren ſie Beide verloren, dann war die Macht und die Herrſchaft der Papiſten ge⸗ ſichert.
Aber woher die Beweiſe nehmen dieſes gefährlichen Geheimniſſes, welches der ſchlaue Graf Douglas nur in den Augen Katharina's geleſen, und für welches er gar keinen andern Anhaltspunkt, als nur ſeine Ueberzeugung hatte. Wie ſollte man es anfangen, die Königin zu irgend einem unüberlegten Schritt, einem ſprechenden Zeugniß ihrer Liebe zu bewegen?
Der König langweilte ſich ſo ſehr. Es wäre ſo
leicht geweſen, ihn zu irgend einer grauſamen That, einem ſchnellen Todesurtheil zu bereden.


