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Aber die verſchiedenen Parteien, welche wechſels⸗ weiſe das Ohr des Königs belagerten und beherrſchten, waren im ſeltſamen und unerhörten Widerſpiel zu⸗ gleich in erbittertſter Feindſchaft gegen einander ent⸗ brannt und ſtrebten darnach, einander aus der Gunſt des Königs zu verdrängen.
Der papiſtiſchen Partei Gardiner's und des Gra⸗ fen Douglas mußte Alles daran liegen, die Seymours aus der Gunſt des Königs zu verdrängen und dieſe wiederum wollten vor allen Dingen die ihnen geneigte junge Königin in ihrer Macht eerhalten und den Pa⸗ piſten eins ihrer mächtigſten Oberhäupter, den Herzog von Norfolk vernichten.
Die eine Partei beherrſchte das Ohr des Königs
durch die Königin, die andere durch ſeinen Günſtling, den Grafen Douglas.
Niemals war der König ſeiner Gemahlin gnädiger und geneigter geweſen, niemals hatte er mehr der Gegenwart des Grafen Douglas bedurft, als in dieſen
agen ſeiner Krankheit und ſeiner Körperſchmerzen.
Aber es gab noch eine dritte Partei, welche in der Gunſt des Königs eine wichtige Stelle einnahm, eine Macht, welche Jedermann fürchtete, und die ſich ganz unabhängig und frei von allen fremden Einflüſſen zu halten ſchien. Dieſe Macht, das war John Heywood, der Narr des Königs, der von dem ganzen Hofe ge⸗ fürchtete Epigrammiſt. 3
Nur eine Perſon hatte Einfluß auf ihn. John Heywood war der Freund der Königin. Für den Augenblick alſo ſchien es, als ob die gketzeriſche Par⸗ tei“, als deren Oberhaupt man die Königin betrach⸗ tete, die mächtigſte am Hofe ſei. 3
Es war daher ſehr natürlich, daß die Papiſten
Heinrich VIII. 3. 3


