Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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zugs genoſſen, in ſeiner Nähe zu ſein. Seine Schmer⸗ zen, ſtatt ſein Gemüth zu ſänftigen, ſchienen ſeine natürliche Wildheit nur noch zu ſteigern, und oft konnte man durch die Säle des Palaſtes von White⸗ hall das zornige Gebrüll des Königs und ſeine lauten, donnernden Scheltworte hören, welche jetzt Niemand mehr verſchonten und keines Ranges und keiner Würde mehr achteten.

Graf Douglas, Gardiner und Wriothesly wußten dieſe zornige Stimmung des Königs ſehr wohl in ihrem Sinne auszubeuten, und dem ſchmerzbeängſteten König wenigſtens Eine Genugthuung zu verſchaffen, — die Genugthuung, auch Andere leiden zu machen.

Niemals hatte man in England ſo viele Scheiter⸗ haufen geſehen, als in dieſen Tagen der Krankheit des Königs, niemals waren die Kerker ſo überfüllt ge⸗ weſen, niemals war ſo viel Blut gefloſſen, als wie es König Heinrich jetzt vergießen ließ*).

Aber dieſes Alles genügte noch nicht, den Zorn und die Blutgier des Königs, ſeiner Freunde und Rathgeber und ſeiner Prieſter zu befriedigen.

Es blieben noch zwei mächtige Stützen des Pro⸗ teſtantismus zurück, welche Gardiner und Wriothesly zu ſtürzen hatten, das war die Königin und der Erz⸗ biſchof Cranmer.

Es waren noch zwei mächtige und gehaßte Feinde, welche die Seymours zu beſiegen hatten, das waren der Herzog von Norfolk und ſein Sohn, der Graf von Surrey.

*) Während der Regierung des Königs, und auf Anſtiften

ſeiner Prieſter wurden 2800 Perſonen verbrannt und hingerichtet, weil ſie nicht die vom König feſtgeſetzten Religionsſatzungen als di⸗ einzig richtigen und wahren anerkennen wollten. Leti, Vol. „ pag. 34. 3

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