Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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hüllt zeigen zu dürfen! Daß ich das einſt könnte, das war ihr letztes Gebet und der letzte Wunſch, den ſie John Heywood für mich aufgetragen. Ihm übergab ſie für mich dieſes Bild, er allein kannte das Ge⸗ heimniß deſſelben und hat es getreulich bewahrt.

Oh, John Heywood iſt ein zuverläſſiger und treuer Freund, ſagte Katharina innig, und er war es, wel⸗ cher mir beiſtand, des Königs Gemüth unſerm Plan geneigt zu machen und ihn zur Anerkennung Eurer zu bewegen.

Eliſabeth reichte ihr mit einem unausſprechlichen Ausdruck ihre beiden Hände dar. Euch danke ich meine Ehre und die Ehre meiner Mutter, ſagte ſie;

ich werde Euch dafür wie eine Tochter lieben, und niemals ſollen Eure Feinde bei mir ein offenes Ohr und ein geneigtes Herz finden. Laßt uns Beide unter einander ein Schutz⸗ und Trutzbündniß ſchließen! Laßt uns treu zu einander halten, und die Feinde der Einen ſollen auch die Feinde der Andern ſein, und wo wir eine Gefahr ſehen, da wollen wir ſie gemein⸗ ſam bekämpfen, und mit treuem Schweſterauge wollen wir über uns wachen und uns einander warnen, wenn irgend ein zufälliger Lichtglanz uns den Feind erhellt, welcher im Dunkeln ſchleicht und mit ſeinem Dolch uns hinterrücks ermorden will.

So ſei es! ſagte Katharina feierlich. Unzertrenn⸗ lich und treu wollen wir aneinander halten und uns lieben wie Schweſtern!

„Und indem ſie einen innigen Kuß auf Eliſabeths Lippen drückte, fuhr ſie fort: Aber jetzt, Prinzeſſin, wendet Eure Blicke noch einmal jenem Pergament zu, von welchem Ihr nur erſt den Anfang geleſen. Glaubt mir nur, es iſt wichtig genug, daß Ihr es ganz zu Ende leſet, denn es enthält allerlei Beſtim⸗