Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Man ſoll nicht über mich lachen und ſpotten kön⸗ nen, rief Miß Arabella. Und wenn man erfährt, daß er mich verließ, ſoll man auch zugleich wiſſen, wie ich mich dafür rächte.

Thomas Seymour kann nicht mein Gemahl wer⸗ den, ſo lange Henry Howard lebt, denn er hat ihn tödtlich beleidigt, indem Henry die Hand ſeiner Schweſter ausſchlug. Vielleicht kann ich ſeine Ge⸗ mahlin werden, wenn Henry Howard nicht mehr iſt, ſagte die junge Herzogin. Laßt uns alſo über⸗ legen. Wie fangen wir es an, ſie ſicher und gewiß zu treffen?

Wenn drei Frauen einig ſind, dürfen ſie ihrer That gewiß ſein, ſagte Arabella achſelzuckend. Wir leben, Gott ſei gelobt, unter einem edlen und hoch⸗ herzigen König, der das Blut ſeiner Unterthanen ſo gern ſieht, als den Purpur ſeines Königsmantels, und der noch niemals zurückgeſchreckt iſt, wenn es galt, ein Todesurtheil zu unterzeichnen.

Aber diesmal wird er zurückſchrecken, ſagte die alte Herzogin. Er wird es nicht wagen, die edelſte und mächtigſte Familie ſeines Königreichs ihrer Häupter zu berauben.

Gerade das Wagniß wird ihn reizen, lachte Lady Richmond, und je ſchwieriger es iſt, dieſe Häupter zu fällen, deſto ungeduldiger wird er darnach verlangen. Der König haßt ſie Beide, und er wird's uns danken, wenn wir ſeinen Haß in ſtrafende Gerechtigkeit ver⸗ wandeln.

So laßt uns Beide des Hochverraths anklagen! rief Arabella. Der Herzog iſt ein Hochverräther, denn ich will und kann beſchwören, daß er oft genug den König einen blutgierigen Tiger, einen ſchonungsloſen Tyrannen genannt hat, einen Mann ohne Treue und