Teil eines Werkes 
3. Band (1858)
Entstehung
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Die Herzogin zuckte zuſammen vor Zorn, aber ſie würgte ſchweigend den Tropfen Wermuth hinunter, mit welchem ihre boshafte Nebenbuhlerin ihr den Be⸗ cher der Freude kredenzte.

Ihr haßt ihn, Miß Holland? fragte ſie freudig.

Ich haſſe ihn, und ich bin gekommen, mich mit Euch gegen ihn zu verbünden. Er iſt ein Verräther, ein Treuloſer, Meineidiger, und ich will Rache neh⸗ men für meine Schmach!

Ach, er hat Euch alſo auch verlaſſen?

Er hat mich auch verlaſſen.

Nun denn, gelobt ſei Gott! rief die Herzogin, und ihr Antlitz ſtrahlte vor Freude. Gott iſt groß und gerecht, und er ſtrafte Euch mit denſelben Waffen, mit denen Ihr ſündigtet! Um Euretwillen hat er mich verlaſſen, und um eines andern Weibes willen ver⸗ läßt er Euch.

Nicht alſo, Mylady! ſagte Miß Holland ſtolz. Ein Weib, wie ich, wird nicht um eines Weibes willen verlaſſen, und wer mich liebt, wird keine Andere nach mir lieben. Da, leſet ſeinen Brief!

Sie reichte der Herzogin den Brief ihres Ge⸗

mahls dar. und was wollt Ihr jetzt thun? fragte die Herzo⸗

gin, nachdem ſie geleſen.

Ich will mich rächen, Mylady! Er ſagt, daß er kein Herz mehr habe, um zu lieben, nun wohl, wir werden machen, daß er auch keinen Kopf mehr habe, um zu denken. Wollt Ihr meine Bundesgenoſſin ſein, Mylady?

Ich will es ſein. 1

Und auch ich will es ſein, ſagte die Herzogin von