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Ich ſehe, Ihr haßt mich noch immer, Mylady! ſagte Arabella lächelnd. Ihr habt es mir immer noch nicht verziehen, daß der Herzog, Euer Gemahl, mehr Gefallen fand an meinem jungen, ſchönen Geſicht, als an Eurem alternden, daß ihm meine heitere, über⸗ müthige Laune mehr behagte, als Euer kaltes, vor⸗ nehmes Weſen. 7 4
Die Herzogin erbleichte vor Zorn, und ihre Augen ſchoſſen Blitze. Schweigt, Unverſchämte, ſchweigt, oder ich werde meine Diener rufen, um mich von Euch zu befreien!
Ihr werdet ſie nicht rufen, denn ich bin gekommen⸗ wmich mit Euch zu verſöhnen und Euch Frieden anzu⸗
jeten.
Frieden mit Euch! höhnte die Herzogin, Frieden mit dieſem ſchamloſen Weibe, welches mir den Gemahl, den Vater meiner Kinder ſtahl; welches mir die Schmach auferlegte, vor der ganzen Welt als die verſtoßene, verſchmähte Gemahlin dazuſtehen, und es zu dulden, daß man mich mit Euch verglich, um zu ermeſſen, wer von uns Beiden ſeiner Liebe würdiger ſei? Frieden mit Euch, Miß Holland, mit der frechen Buhlerin, welche in verſchwenderiſcher Ueppigkeit das Vermögen meines Gemahls verpraßt, und mit hohnlachendem
Muthe das rechtmäßige Eigenthum meiner Kinder ſich raubt?
Es iſt wahr, der Herzog iſt ſehr freigebig, ſagte Miß Holland gelaſſen. Er überſchüttet mich mit Bril⸗ lanten und mit Gold. 3 3
Und während deſſen muß ich faſt Mangel leiden, ſagte die Herzogin zähneknirſchend.*
Mangel an Liebe vielleicht, Mylady, aber nicht Mangel an Geld; denn Ihr ſeid ſehr prächtig einge⸗


