Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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eines männlichen, ſtarken Arms, um mich darauf zu lehnen, und John Heywood lieh mir den ſeinen!

Und Ihr waret wirklich bei Marie Askew? unter⸗ brach ſie der König ſinnend. Bei dieſer verſtockten Sünderin, welche die Gnade verſchmähete und in dem Starrſinn ihrer Seele der Verzeihung nicht theilhaftig werden wollte, welche ich ihr geboten?

Mein Gemahl und Herr, ſagte die Königin mit Thränen in den Augen, Diejenige, welche Ihr eben beſchuldigt, ſteht jetzt ſchon vor dem Throne des Herrn und hat von ihrem Gotte die Vergebung ihrer Sünden empfangen! Verzeihet alſo auch Ihr, und mögen die Flammen des Scheiterhaufens, welcher geſtern den edlen, jungfräulichen Leib dieſes Mädchens getragen, auch den Zorn und Haß verzehrt haben, den man in Eurem Herzen gegen ſie entflammte. Marie Askew iſt dahin gegangen als eine Heilige, denn ſie verzieh allen ihren Feinden und ſegnete ihre Peiniger.

Marie Askew war eine verdammte Sünderin, welche es wagte, den Befehlen ihres Herrn und Kö⸗ nigs ſich zu widerſetzen! unterbrach ſie der Erzbiſchof Gardiner mit einem ſtechenden Zornesblick.

Und wagt Ihr es zu behaupten, Mylord, daß Ihr zu jeder Zeit genau und pünktlich die Befehle Eures Königlichen Herrn erfülltet? fragte Katharina. Habt Ihr ſie inne gehalten gegen Marie Askew? Nein, ſage ich, denn der König hatte Euch nicht befohlen, ſie zu martern, er hatte Euch nicht geheißen, in got⸗ tesläſterndem Zorn ein edles Menſchengebilde zu zer⸗ fleiſchen und dieſes Ebenbild Gottes zu einer grauſen⸗ erregenden Fratze zu entſtellen. Und das, Mylord, habt Ihr gethan! Vor Gott und Eurem König klage ich Euch deſſen an, ich, die Königin! Denn wißt es jetzt, mein Herr und Gemahl, ich war dabei, als