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John Heywood, hatte in jener Nacht die ſtolze Ehre, Deine Gemahlin zu begleiten auf ihrem heiligen Wege, aber ich verſichere Dich, daß er weniger dem Könige glich, als der König eben dem Narren gleicht!
Ein Gemurmel des Erſtaunens durchlief die Ver⸗ ſammlung. Der König lehnte ſprachlos in ſeinem Thronſeſſel.
Und jetzt, König Heinrich, ſagte Katharina ruhig, jetzt will ich Euch ſagen, wohin ich in jener Nacht mit John Heywood gegangen bin!
Sie ſchwieg und lehnte ſich einen Moment in ihrem Seſſel zurück. Sie fühlte, daß die Blicke Aller auf ſie gerichtet waren, ſie hörte das zornige Aechzen des Königs, ſie empfand die flammenden, vorwurfsvollen Blicke ihres Geliebten, ſie ſah das ſpöttiſche Lächeln dieſer hochfahrenden Ladies, welche es ihr niemals ver⸗ ziehen hatten, daß ſie aus einer einfachen Baroneß zu einer Königin geworden. Aber dieſes Alles machte ſie nur noch muthvoller und kühner.
Sie war auf jenem Gipfelpunkt des Lebens ange⸗ langt, wo man Alles wagen muß, um nicht in den Abgrund zu verſinken.
Aber auch Lady Jane war zu einem ſolchen ent⸗ ſcheidenden Moment ihres Daſeins gelangt. Auch ſie ſagte zu ſich ſelber: ich muß in dieſer Stunde Alles wagen, wenn ich nicht Alles verlieren will. Sie ſah Henry Howard's bleiches, erwartungsvolles Geſicht. Sie wußte, daß, wenn die Königin jetzt ſprach, das ganze Gewebe ihrer Intrigue ſcch ihm offenbaren werde.
Sie mußte alſo der Königin zuvorkommen, ſie mußte Henry Howard warnen. 5
Fürchtet nichts! flüſterte ſie ihm zu. Wir waren
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