Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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und zuverſichtlichen Lächeln und drückte ihre beiden Hände auf ihr Herz, indem ſie ihn anſah.

Ich werde mich vor ihm mindeſtens rechtfertigen, dachte ſie.

Der König hatte ſein erſtes Entſetzen wieder über⸗ wunden. Er richtete ſich wieder empor, und ſein Antlitz zeigte jetzt eine erſchreckende, drohende Kälte.

Ihr geſteht es alſo ein, fragte er, Ihr war't in jener Nacht nicht in Eurem Schlafgemach?

Ich ſagte es ſchon! rief Katharina ungeduldig.

Der König preßte ſeine Lippen ſo heftig aufeinan⸗ der, daß ſie bluteten. Und ein Mann war bei Euch? fragte er. Ein Mann, welchen Ihr um dieſe Stunde zu einem Rendezvous beſtelltet, und den Ihr im ein⸗ ſamen Thurm empfinget? 3

Ein Mann war bei mir! Aber ich empfing ihn nicht im einſamen Thurm, und es war kein Ren⸗ dezvous.

Wer war dieſer Mann? ſchrie der König. Ant⸗ wortet mir! Nennt mir ſeinen Namen, wenn Ihr nicht wollt, daß ich Euch ſelber erwürge!

König Heinrich, ich fürchte den Tod nicht mehr! ſagte Katharina mit einem verächtlichen Lächeln.

Wer war dieſer Mann? Nennt mir ſeinen Namen! ſchrie der König noch einmal.

Die Königin richtete ſich ſtolzer empor, und ihr kühner Blick überflog die ganze Verſammlung.

Der Mann, ſagte ſie feierlich, welcher in jener Nacht mit mir war, er hieß.

Er hieß John Heywood! ſagte dieſer, indem er ernſt und ſtolz hinter dem Thronſeſſel des Königs hervortrat. Ja, Heinrich, Dein Bruder, der Narr

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