Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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wilder, grauſamer Sinn ſich in ihm empor. Der Tiger lechzte und dürſtete nach Blut, und daß er es nicht erhalten ſollte, machte ihn raſend vor Wuth.

Er warf die Schleife mit einer wilden Bewegung zur Erde hin und hob drohend den Arm gegen Henry Howard empor.

Wagt es nicht, dieſe Schleife zu berühren, rief er mit donnernder Stimme, bevor Ihr Euch nicht ge⸗ rechtfertigt habt von der Schuld, der man Euch anklagt!

Graf Surrey ſah ihm feſt und kühn in die Augen. Man hat mich alſo angeklagt? fragte er. So verlange ich zuerſt, daß man mir meine Ankläger gegenüber ſtelle, und daß man mir meine Schuld nenne!

Ha, Verräther, Ihr wagt es, mir zu trotzen? ſchrie der König, wild mit dem Fuße ſtampfend. Nun wohl, ich werde Euer Ankläger, und ich werde Euer Richter ſein!

Und ſicher, mein König und Gemahl, werdet Ihr ein gerechter Richter ſein, ſagte Katharina, indem ſie ſich flehend zu dem König hinneigte und ſeine Hand ergriff. Ihr werdet den edlen Grafen Surrey nicht verdammen, ohne ihn gehört zu haben, und wenn Ihr ihn ſchuldlos findet, werdet Ihr ſeine Ankläger ſtrafen!.

Aber dieſe Vürfdrache der Königin machte den König raſend. Er ſchleuderte ihre Hand fort und ſah ſie mit ſo flammenden Zornesblicken an, daß ſie un⸗ willkürlich erbebte..

Verrätherin Du ſelber! ſchrie er wild. Sprecht nicht von Unſchuld, Ihr, die Ihr ſelber ſchuldbelaſtet ſeid, und bevor Ihr es wagt, den Grafen zu verthei⸗ digen, vertheidigt Euch ſelber!

Katharina erhob ſich von ihrem Sitz und ſah mit