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von ſeinen Lippen; in feurigen Dythyramben, in be⸗ geiſterten Hymnen ließ er ſeine Liebe und ſeine Schmerzen ausſtrömen. Der Genius der Poeſie ſchwebte über ihm und leuchtete auf ſeiner edlen, ge⸗ dankenvollen Stirn.
Er war ſtrahlend ſchön in ſeiner Begeiſterung, und ſelbſt die Königin fühlte ſich hingeriſſen von ſeinen Worten. Seine Liebesklagen, ſeine Sehnſuchtsſchmer⸗ zen, ſeine Entzückungen und ſeine trüben Phantaſien fanden ein Echo in rant Herzen.
Sie verſtand ihn, denn ſie fühlte dieſelben Freu⸗ den, denſelben Jammer und daſſelbe Entzücken, nur daß ſie dieſes Alles nicht für ihn empfand.
Aber, wie geſagt, er begeiſterte ſie, der Strom ſeiner Leidenſchaft riß ſie fort. Sie weinte bei ſeinen Klagen, ſie lächelte bei ſeinen Freudenhymnen.
Als Henry Howard endlich verſtummte, herrſchte ein tiefes Schweigen in der großen, ſtrahlenden Kö⸗ nigshalle.
Die Geſichter Aller waren tief bewegt, und dieſes allgemeine Schweigen war des Dichters ſchönſter Triumph, denn es zeigte ihm, daß ſelbſt der Neid und die Mißgunſt verſtummt waren, und daß der Spott ſelbſt keine Worte finden konnte..
Eine augenblickliche Pauſe trat ein; ſie glich jener ſchwülen, bangen Stille, welche dem Ausbruch eines Gewitters varherzugehen pflegt, wo die Natur einen Moment in athemloſer Stille inne hält, um Kraft zu gewinnen zum Gebrauſe des Sturms.
Es war eine bedeutungsvolle, eine entſetzliche Pauſe, aber nur Wenige verſtanden ihre Bedeutung.
Lady Jane lehnte ganz zerbrochen, ganz athemlos an der Wand. Sie ſch te, daß das Schwert über
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