Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Bemerkungen brach der König eben in ein lautes, ſchallendes Gelächter aus.

König, mir gefällt Dein Lachen heute nicht, ſagte John Heywood ernſt. Es ſchmeckt nach Galle. Fin⸗ det Ihr nicht ſelber, Königin?

Die Königin ſchreckte aus ihren ſüßen Träumereien empor, und das war es, was John Heywood gewollt hatte. Er wiederholte daher ſeine Frage.

Nicht doch, ſagte ſie, ich finde, daß der König heute ganz der Sonne gleicht. Er iſt ſtrahlend und hell, wie ſie.

Königin, Ihr meint nicht die Sonne, ſondern den Vollmond, ſagte John Heywood lachend. Aber ſeht nur, Heinrich, wie heiter dort drüben Graf Archimbald Douglas mit der Herzogin von Richmond plaudert. Ich liebe dieſen guten Grafen. Er ſieht immer aus wie eine Blindſchleiche, welche eben im Begriff iſt, Jemand in die Ferſe zu ſtechen, und daher kommts, daß ich in der Nähe des Grafen mich immer in einen Kranich verwandle. Ich ſtehe auf einem Bein, weil ich dann ſicher bin, doch das andere vor dem Stich des Grafen gerettet zu haben. König, wenn ich wie Du wäre, ich würde nicht Diejenigen tödten laſſen, welche die Blindſchleiche geſtochen hat, ſondern die Blindſchleichen würde ich ausrotten, damit die Füße

ehrlicher Menſchen vor ihnen ſicher wären.

Der König warf ihm einen raſchen, orſchenden Bli zu, den John Heywood mit einem Lächeln er⸗ wiederte. 1

Tödte die Blindſchleichen, König Heinrich, ſagte er, und wenn Du einmal dabei biſt, Ungeziefer zu ver⸗ nichten, ſo wird's nicht ſchaden, wenn Du auch den Pfaffen wieder einmal einen tüchtigen Fußtritt giebſt.