Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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und Humor geſehen, wie an dieſem Abend. Sein Mund ſtrömte über von Scherzen, welche die Herren lachen und die ſchönen, glänzenden Frauen erröthen machten, vor allen Dingen die junge Königin, welche neben ihm auf dem koſtbaren und herrlichen Throne ſaß und zuweilen nur verſtohlene und ſehnſuchtsvolle Blicke hinüber warf zu dem Geliebten, für den ſie freudig und willig ihre Königskrone und ihren Thron hingegeben hätte.

Wenn der König ſah, wie Katharina erröthete, wandte er ſich zu ihr und bat ſie mit ſeinem zärtlich⸗ ſten Ton um Vergebung für ſeinen Scherz, der in ſeiner Keckheit indeſſen nur dazu gedient, ſeine Kö⸗ nigin noch ſchöner, noch bezaubernder zu machen. Seine Worte waren alsdann ſo zärtlich und innig, ſeine Blicke ſo voll Bewunderung und Liebe, daß Niemand daran zweifeln konnte, die Königin ſei bei ihrem Gemahl in der höchſten Gunſt und er liebe ſie auf das Zärtlichſte.

Nur die Wenigen, welche das Geheimniß dieſer ſo offenen und ſo rückhaltslos zur Schau getragenen Zärtlichkeit des Königs kannten, begriffen ganz die Gefahr, welche die Königin bedrohte, denn der König war niemals fürchterlicher, als wenn er ſchmeichelte, und Niemanden traf ſein Zorn zerſchmetternder, als Den, welchen er eben gekuͤßt und ihn ſeiner Gnade verſichert hatte.

Das war es, was Graf Douglas ſich ſagte, als er ſah, mit welchem innigen Blick Heinrich der Achte mit ſeiner Gemahlin plauderte.

Hinter dem Throne des königlichen Paares ſah man John Heywood in ſeiner phantaſtiſchen und kleid⸗ ſamen Tracht, mit ſeinem zugleich edlen und ſchlauen Angeſicht, und über ſeine ſarkaſtiſchen und ſpöttiſchen

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