Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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ſen enthielt. Für jetzt waren die Thüren des Buffets, das, wenn es geöffnet war, ein eigenes Zimmer für ſich bildete, noch geſchloſſen..

Man war noch nicht bis zu den materiellen Ge⸗ nüſſen vorgedrungen, man war noch beſchäftigt, die geiſtigen in ſich aufzunehmen. Die glänzende und auserleſene Geſellſchaft, welche den Saal füllte, war noch für einige Zeit verdammt, zu ſchweigen und ihr Lachen und Plaudern, ihre Mediſance und Verläum⸗ dung, ihr Schmeicheln und Heucheln in ſich zu ver⸗ ſchließen.

Es war eben eine Pauſe eingetreten. Der König hatte ſeinem Hofe mit Croke eine Scene aus der An⸗ tigone vorgetragen und man erholte ſich erſt von die⸗ ſem wunderbaren und erhabenen Genuß, eine Sprache vernommen zu haben, von welcher man kein Wort verſtand, die man aber ſehr ſchön fand, da der König ſie bewunderte.

Heinrich der Achte hatte ſich wieder auf dem gol⸗ denen Thronſeſſel zurückgelehnt und ruhte keuchend aus von ſeiner ungeheuren Anſtrengung, und⸗während er ruhte und träumte, ſpielte ein unſichtbares Muſik⸗ chor eine von dem Könige ſelber componirte Muſik, die mit ihren feierlichen und ernſten Rhythmen wun⸗ derbar contraſtirte mit dieſem ſo glänzenden, heitern Naume, mit dieſer prachtvollen, lachenden und ſchä⸗ kernden Geſellſchaft.

Denn der König hatte befohlen, daß man ſich un⸗ terhalte und luſtig ſei, daß man ſin zwangloſem Ge⸗ plauder ſich ergehe. Es war daher natürlich, daß man lachte und die Erſchöpfung und Abſpannung des Kö⸗ nigs gar nicht zu bemerken ſchien.

Uebrigens hatte man Heinrich ſeit langer Zeit nicht ſo heiter, ſo jugendlich lebendig, ſo ſprudelnd von Witz