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noch wäre es ſchöner, zu ſterben mit Dir, als zu leben ohne Dich. Ich lebe nur, wenn ich in Deinen Armen ruhe; und jene finſtern Nächte, wo Du bei mir ſein darfſt, ſie ſind die Leuchte und der Sonnen⸗ gllanz meiner Tage. Laß uns den Himmel bitten, daß dald eine dunkle Nacht komme, denn ſolche Nacht bringt mir den Geliebten und Dir Dein ſelig Weib zurück. Geraldine.“
Geraldine! Wer iſt Geraldine? murmelte John Heywood, das Papier wieder in ſein Wamms ſchie⸗ bend. Ich muß dies Gewebe von Lug und Trug entwirren, ich muß wiſſen, was dies Alles bedeutet. Denn dies iſt mehr als eine Intrigue, eine erlogene Anklage. Es handelt ſich, wie es ſcheint, um eine Wirklichkeit. Dieſen Brief ſollte die Königin einem Manne überreichen, und es wird darin von ſüßen Erinnerungen, von ſeligen Nächten geſprochen. Der alſo, welcher den Brief empfängt, iſt mit im Bunde gegen Katharina, und ich darf ſagen, ihr ſchlimmſter Feind, denn er benutzt die Liebe gegen ſie. Irgend ein Verrath, eine Tücke iſt dahinter verborgen. Ent⸗ weder täuſcht man den Mann, an den dieſer Brief gerichtet iſt, und er iſt ein willenloſes Werkzeug in den Händen der Papiſten, oder er iſt mit ihnen im Bunde und hat ſich zu dem Bubenſtück hergegeben, den Liebhaber der Königin vorzuſtellen. Aber wer kann es ſein? Vielleicht Thomas Seymour? Es wäre möglich, denn er hat ein kaltes, trügeriſches Herz und er wäre ſolchen Verrathes fähig. Aber wehe ihm, wenn er's iſt. Dann werde ich es ſein, der ihn beim König anklagt, und bei Gott, ſein Haupt ſoll fallen. Jetzt fort zum König!
Eben als er in den Vorſaal des Königs eintrat, öffnete ſich die Thür des Kabinets und die Herzogin


