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Nein, John Heywood, wir ſind ganz allein! Was bringt Ihr mir? ſind g
Einen Brief, Königin.
Von wem? fragte ſie, und eine glühende Röthe überflog ihre Wangen.
Von wem? wiederholte John Heywood mit einem ſchalkhaften Lächeln. Ich weiß es nicht, Königin, aber jedenfalls iſt es ein Bettelbrief, und ohne Zweifel thätet Ihr wohl, ihn gar nicht zu leſen, denn ich wette, der unverſchämte Schreiber dieſes Briefes ver⸗ langt von Euch irgend eine Unmöglichkeit, ſei's ein Lächeln, oder einen Händedruck, eine Locke von Eurem Haar oder vielleicht gar einen Kuß. Alſo, Königin, leſet den Bettelbrief gar nicht.
John, ſagte ſie lächelnd und doch zitternd vor Un⸗ geduld, John, gieb mir den Brief.
Ich will ihn Euch verhandeln, Königin. Ich habe das vom König gelernt, der auch nichts großmüthig verſchenkt, ohne dafür mehr zu nehmen, als er giebt. Alſo laßt uns handeln. Ich gebe Euch den Brief, Ihr ebt mir die Schleife, welche Ibr da auf Eurer Schulter tragt.
Nicht doch, John, wähle Dir etwas Anderes, die Schleife kann ich Dir nicht geben.
Und bei den Göttern ſei's geſchworen, rief John mit komiſchem Pathos, ich gebe Euch den Brief nicht, wenn Ihr mir nicht die Schleife gebt.
Närriſcher Kauz, ſagte die Königin. Ich ſage Dir, 5 kann es nicht! Wähle etwas Anderes, John, und ich beſchwöre Dich, lieber John, gieb mir den Brief.
Nur dann, wenn Ihr mir die Schleife gebt. Ich habe es bei den Göttern geſchworen, und was ich


