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Sie reichte dem Erzbiſchof ihre Hand dar, und veruchte zu lächeln. Es iſt geſchehen, ſagte ſie onlos
Wie? Die Königin trägt die Schleife? fragte Gar⸗ diner lebhaft.
Sie trägt die Schleife und ſie wird ſie ihm geben.
Und das Briefchen iſt darin?
Es iſt unter der brillantenen Agraffe verborgen.
Oh, dann iſt ſie verloren! murmelte Gardiner. Wenn der König dieſes Papier findet, ſo iſt Katha⸗ rina's Todesurtheil nigerahuct.
Still! ſagte Lady Jane. Seht, dort naht ſich uns Lord Hertford. Gehen wir ihm entgegen!
Sie verließen Beide die Fenſterniſche und traten in den Saal.
Sofort ſchlüpfte John Heywood hinter dem Vor⸗ hang hervor und leiſe an der Wand hinſchleichend, von Niemand geſehen, verließ er den Saal.
1 Draußen ſtand er einen Augenblick ſtill und über⸗ egte.
Ich muß dieſer Intrigue bis auf den Grund ſchauen, ſagte er zu ſich felber, ich muß erforſchen, durch wen, und mit wem ſie ſie verderben wollen, und endlich muß ich feſte und unleugbare Beweiſe in Händen haben, um ſie überführen und mit Erfolg beim König verklagen zu können. Daher iſt es noth⸗ wendig, vorſichtig und beſonnen zu ſein. Alſo über⸗ legen wir, was zu thun iſt; das Einfachſte wäre, die Königin zu bitten, daß ſie die Schleife nicht trägt. Aber das hieße nur für dies Mal das Gewebe zer⸗ ſtören, ohne indeß die Spinne tödten zu können, welche es gewebt. Sie muß alſo die Schleife tragen,


