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ſeinen König geſchmäht, dem er in dem Stolz ſeines Herzens ſich weit überlegen glaubt.
Ich weiß es! wiederholte ſie. 3
So ſtolz iſt er, fuhr der Graf fort, ſo voll von gottesläſterlichem Hochmuth, daß er ſeine Hand nach der Krone von England ausſtrecken möchte.
Ich weiß es! ſagte die Herzogin wieder. Als ſie aber die erſtaunten und zweifelnden Blicke des Grafen ſah, fügte ſie mit einem grauſamen Lächeln hinzu: ich weig Alles, was Ihr wollt, daß ich wiſſen ſoll! Beſchuldigt ihn nur, klagt ihn nur an, ich werde Alles beſtätigen, Alles bezeugen, was ihn in's Ver⸗ derben führen kann. Meine Mutter iſt unſere Bun⸗ desgenoſſin, ſie haßt den Vater ſo glühend, wie ich den Sohn. Klagt alſo an, Graf Douglas, wir ſind Eure Zeugen!
Niicht doch, Mylady, ſagte er mit ſeinem ſanften, einſchmeichelnden Lächeln. Ich weiß gar nichts, habe nichts gehört, wie kann ich alſo anklagen? Ihr wißt Alles, zu Euch hat er geſprochen! Ihr müßt ſeine Anklägerin ſein!
Nun denn, führt mich zum Königl ſagte ſie.
Erlaubt Ihr mir, Euch zuvor noch einen Rath zu ertheilen?
Thut es, Graf Douglas!
Seid vorſichtig in der Wahl Eurer Mittel, ver⸗ ſchwendet ſie nicht auf einmal, damit, wenn Euer erſter Schwertſtreich nicht trifft, Ihr hinterher nicht waffenlos ſeid. Es iſt beſſer und weit weniger ge⸗ fährlich, den Feind, welchen man haßt, mit einem langſamen, ſchleichenden Gift allmälig und Tag um Tag ganz ſicher zu tödten, als ihn auf einmal mit einem Dolch zu ermorden, der indeß an einer Rippe


