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Naturell zu bändigen, und ganz erglühend in wildem Zorn. Wenge es nicht, in ſtolzem Uebermuth auch meine Zukunft zu zerſtören! Mögeſt Du auf dem Schaffot ſterben, wenn Du willſt, ich aber, ich will glücklich ſein, ich will endlich, nach ſo viel Jahren des Kummers und der Schmach, auch meinen Antheil an der Lebensfreude haben. Er gebührt mir, und ich werde ihm nicht entſagen, und Du ſollſt ihn mir nicht entreißen dürfen. Wiſſe es alſo, mein Bruder, ich liebe Thomas Seymour, mein ganzes Sehnen, mein genzes Hoffen iſt auf ihn gerichtet, und ich will dieſe iebe nicht aus meinem Herzen reißen, ich will ihm nicht entſagen!
Nun, wenn Du ihn liebſt, ſo heirathe ihn! rief ihr Bruder. Werde die Gemahlin dieſes Thomas Seymour! Bitte den Herzog, unſern Vater, um ſeine Einwilligung zu dieſer Vermählung und ich bin gewiß, er wird ſie Dir nicht verweigern, denn er iſt klug und beſonnen und wird beſſer, als ich, den Vortheil berechnen, den eine Verbindung mit den Seymours unſerer Familie gewähren kann. Thue das, Schweſter, unn heirah⸗ Deinen Vielgeliebten, ich hindere Dich nicht
Ja, Du hinderſt mich, Du allein! rief ſeine Schweſter in Zorn erglühend. Du willſt die Hand Margarethens ausſchlagen, Du willſt die Seymours tödtlich beleidigen! Dadurch machſt Du meine Ver⸗ bindung mit Thomas Seymour unmöglich! In dem ſtolzen Egoismus Deines Hochmuths ſiehſt Du nicht, daß Du mein Glück zerſchmetterſt, indem Du nur daran denkſt, die Seymours beleidigen zu wollen. Ich ſage Dir aber: ich liebe Thomas Seymour, nein, ich bete ihn an, er iſt mein Glück, meine Zukunft und meine Seligkeit. Habe alſo Erbarmen mit mir,


