Teil eines Werkes 
2. Band (1858)
Entstehung
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Größe, aber Du bedenkſt nicht der Seymour'’s Machtl Ich ſage Dir, ſie ſind mächtig genug, uns, trotz aller Größe, in den Staub zu treten. Und ſie ſind nicht allein mächtig in der Gegenwart, ſie werden es auch in der Zukunft ſein, denn man weiß es wohl, in welchem Geiſt und Sinn der Prinz von Wales erzogen wird. Der König iſt alt, ſchwach und hin⸗ fällig, der Tod lauert ſchon hinter ſeinem Thron und wird bald genug ihn in ſeine Arme drücken. Dann iſt Eduard König; mit ihm ſiegt die Ketzerei des Pro⸗ teſtantismus, und ſo groß und vollzählig unſere Partei auch immer ſein mag, wir werden doch ohnmächtig und beſiegt, ja, wir werden die Unterdrückten und Verfolgten ſein.

Wir werden alsdann zu kämpfen, und wenn es ſein muß, auch zu ſterben wiſſen! rief ihr Bruder. Es iſt ehrenvoller auf dem Schlachtfelde zu ſterben, dun ſein Leben durch eine Demüthigung erkauft zu

aben.

Ja, es iſt ehrenvoll auf einem Schlachtfeld ſterben, aber, Henry, es iſt eine Schmach, auf dem Schaffot zu enden. Und das, mein Bruder, kann Dein Schickſal ſein, wenn Du diesmal Deinen Stolz nicht beugſt, wenn Du die Hand, die Dir Lord Hertford zur Ver⸗ ſöhnung darreicht, nicht ergreifſt, ſondern ihn auf's Tödtlichſte beleidigſt. Er wird ſich blutig rächen, wenn er dereinſt zur Macht gelangt iſt.

Thue er's, wenn er kann! Mein Leben ſteht in Gottes Hand! Mein Haupt gehört dem König, mein Herz aber gehört mir, und das will ich nicht zu einer Waare erniedrigen, für die ich mir ein wenig Sicherheit und Königsgunſt einhandeln kann.

Bruder, ich beſchwöre Dich, überlege es! rief die Herzogin, nicht mehr im Stande ihr leidenſchaftliches